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Meine Meinung:  „Die Entscheidung Für Glasfaser Ist Auch Eine Für Arbeitsplätze“

Meine Meinung: „Die Entscheidung für Glasfaser ist auch eine für Arbeitsplätze“

Meine Meinung – heute von Carolin Reuter

„Glaserfaser sollte eigentlich kein Kampf um letzte Prozente sein,
sondern eine klares JA für die Zukunft.“

Seit Wochen beobachte ich die Entwicklungen zum potenziellen Glasfaserausbau im Markt Mömbris. Meine Perspektiven wechseln dabei zwischen der Privatperson, der selbständigen Unternehmerin und dem Menschen, dem eine lebenswerte Zukunft und das Allgemeinwohl wichtig sind. Besonders in den sozialen Medien liefert man sich Schlammschlachten. Nachbarn werden zu Feinden, eine Zukunftstechnologie spaltet die Bürger. Ich habe mich entschieden, Ihnen heute einen sehr persönlichen Einblick zu geben, was die Glasfaser für meine kleine Firma mit Angestellten bedeutet. Warum ich das mache? Weil es mir ein dringendes Bedürfnis ist, auf den letzten Metern aufzurütteln. Die Entscheidung für Glasfaser ist auch eine Entscheidung für Arbeitsplätze, für eine starke Region und das Gemeinwohl.

Ich selbst arbeite regelmäßig in Schimborn, meiner Heimat. Ich bin hier aufgewachsen, habe hier 2004 meine Marketing-Agentur gegründet, damals als Nebengewerbe. Lediglich eine Festanstellung verschlug mich nach Nürnberg. Seit 2011 bin ich dort mit Hauptsitz Vollzeit selbständig, kann mir aber dank der Digitalisierung aussuchen, von wo aus ich arbeite. Also warum kehre ich mit meinem Firmensitz nicht ganz zurück, wo doch die meisten meiner Kunden hier ansässig sind? In Schimborn brauche ich aktuell im Umgang mit großen Datenmengen sehr lange. Das überbrücke ich durch Offline-Arbeiten am zweiten Rechner und bleibe so rentabel. Mit Mitarbeitern vor Ort undenkbar. Bei manchen Projekten bleibe ich „sicherheitshalber“ bis Abschluss im Nürnberger Büro – wegen einem Kupferkabel (!).

Wenn es die Glasfaser nicht in den Markt Mömbris schafft, wird das für ansässige Unternehmen Auswirkungen haben. Die Konkurrenz wird mit Glasfaser definitiv effizienter arbeiten und das könnte erschreckende Folgen haben: Bestehende Standorte werden verlegt, Gewerbesteuereinnahmen und wertvolle Arbeitsplätze gehen verloren. Neue Firmen wägen wie ich ab: Sie lassen sich hier nicht nieder. Neue Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze? Fehlanzeige! Die entstehen jetzt wo die Glasfaser verlegt wurde.

Es sollte also beim „aktuellen Kampf um Prozente“ nicht nur um den persönlichen Bedarf oder um Sympathie/Antipathie zum Anbieter gehen. Wir müssen gemeinschaftlich, fortschrittlich und nachhaltig denken. Der Markt Mömbris sollte auch in Zukunft ein Markt der Möglichkeiten bleiben. Für Sie sind es Prozente, für Ihre Kinder und Enkel, für Azubis und Arbeitnehmer mehr als das. Es ist die Entscheidung für eine Zukunft am Puls der Zeit!

Carolin Reuter
Coach und Geschäftsführerin der KTD & Goldimpuls GmbH (Ausbildungsbetrieb), Nürnberg

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